Pädagogisches Erziehungskonzept

Jedes Kind soll sich an unserer Schule wertgeschätzt wissen und die Möglichkeit zu Erfolgserlebnissen haben, sei es nun beim Lernen im Unterricht oder im sozialen Bereich.

Wenn es um unerwünschtes Verhalten geht, klären wir Missverständnisse und Bagatellfälle möglichst sofort im Gespräch. Die positive Grundhaltung, aber auch die Klarheit in der Konsequenz soll dem Kind die Möglichkeit geben, sein Verhalten zu reflektieren und zu ändern.

Mithilfe dieser Vorgehensweise und durch das tägliche soziale Lernen und Miteinander in der Schule wollen wir mit den Kindern üben:

  • Rücksicht zu nehmen
  • Empathie für andere zu empfinden
  • eine Einsicht in das eigene Verhalten zu bekommen und zu sehen, wie es auf andere wirkt
  • eigenes Verhalten zunehmend mehr und mehr zu kontrollieren und zu steuern
  • die Verantwortung für eigenes Verhalten zu übernehmen
  • aufeinander zuzugehen
  • andere Wünsche zu akzeptieren
  • Gefühle zu äußern statt körperliche Gewalt anzuwenden
  • Kompromisse zu schließen
  • Einigungen zu erzielen

Regeln und Vorgehensweisen, die für alle gelten:

Wir gehen rücksichtsvoll und hilfsbereit miteinander um, beleidigen keinen und grenzen niemand aus.

Das erreichen wir durch:

  • Schüler helfen sich gegenseitig
  • Gespräche über Ereignisse, angebotene Hilfen und Lösungen
  • ein System der positiven Verstärkung von gutem Verhalten
  • Verhaltenstraining
  • das Gespräch über Ausdrücke
  • die Entwicklung von Möglichkeiten sich gegenseitig gut, respektvoll und tolerant zu begegnen
  • sich entschuldigen
  • das Üben von Höflichkeitsformen
  • das Miteinandersprechen bei Problemen
  • Gesprächszeiten
  • das Einüben von Gesprächsregeln
Wir üben uns in angemessenem Verhalten nach der "3-L" - Regel: langsam, leise, liebenswürdig!

Das erreichen wir durch:

  • das Aufstellen und Einüben von Regeln
  • das Trainieren des „Leise seins“ ( gehen, flüstern, Stilleübungen )
  • Wahrnehmungsförderung
  • das wiederholte Üben von geregelter Bewegung im Schulgebäude
  • den regelmäßigen Hinweis auf Regeln und Rücksichtnehmen
Wir sind anderen gegenüber achtsam und tun niemandem weh.
    •  Rückmeldungen und direkte Korrekturen
    • das Übernehmen von Vorbildfunktionen ( höfliches Grüßen, sich entschuldigen, Anderen helfen )
    • Rollenspiele, SozialesTraining
    • Prinzip der Wiedergutmachung
    • bei ernsterenVorfällen: sofortige schriftliche Benachrichtigung bzw. Gespräch mit Eltern
    • die Abhaltung von Helferkonferenzen
    • Verschiedene Formen von Auszeit (Kind muss sich beaufsichtigt fühlen!)
    • Anerkennung für Kinder, die Frieden stiften
Wir können uns aufeinander verlassen. Wir sind pünktlich und zuverlässig.

Das erreichen wir durch:

  • Belohnung für gutes Verhalten
  • Kontrolle der gemachten Hausaufgaben (Eltern und Schule)
  • das Nachholen versäumter Zeit und Arbeit
  • Elterngespräche bei wiederholter Unpünktlichkeit
  • regelmäßigen Kontakt mit Eltern
Wir gehen sorgsam mit Dingen um (Klassenzimmer, Möbel, Schulmaterialien, Kleidung)

Das erreichen wir durch

  • das Vorangehen mit gutem Beispiel
  • Klassendienste
  • Bevor die Kinder nach Hause gehen, kontrolliert jeder sein Umfeld auf Sauberkeit
  • Wiedergutmachung durch Arbeiten in der Schule (Übernehmen von Reinigungsaufgaben)

Unerwünschtes Verhalten

Verhaltensweisen von Kindern, die den geregelten Ablauf des Schulalltags und somit die eben genannten Ziele stören, nennen wir unerwünschtes Verhalten.

Alle Erziehungspersonen und das gesamte Schulpersonal ( in Absprache ) reagieren gleichermaßen konsequent und zeitnah auf solch unerwünschtes Verhalten mit einem abgestimmten Maßnahmenkatalog.

Die Maßnahmen sollen

  • vermeiden, dass unerwünschtes Verhalten unbeachtet bleibt
  • helfen, dass Kindern, die sich nicht an Regeln halten, Grenzen gesetzt werden
  • allen Kindern ein Gefühl der Sicherheit geben und das Wissen, dass die  Erwachsenen hin- und nicht wegschauen.
  • den Schülern ermöglichen, Hilfe zu bekommen, wo sie sie benötigen ( Elternarbeit, Arbeit mit Sozialpädagogin und Beratungslehrerin )
  • für Schüler, Eltern und Lehrer die nötige Transparenz schaffen

Kategorien unerwünschten Verhaltens:

  1. Das Kind schädigt die Gesundheit eines anderen durch schlagen, treten etc.
  2. Das Kind gefährdet die Gesundheit eines anderen durch unkontrolliertes Toben, Werfen von Sand/ Steinen, Schubsen auf dem Klettergerüst
  3. Das Kind gefährdet die psychische Gesundheit eines anderen durch Mobbing, ärgern, bedrohen, auslachen, systematisches ausgrenzen
  4. Das Kind schädigt das Eigentum anderer/ Schuleigentum durch beschmutzen, zerstören
  5. Das Kind eignet sich widerrechtlich fremdes Eigentum/ Schuleigentum durch wegnehmen, umherwerfen, verstecken, (z.B. Schuhe) stehlen an
  6. Das Kind zeigt respektloses Verhalten Erwachsenen gegenüber, z.B. Schulpersonal, Lehrer
  7. Das Kind stört den reibungslosen und geordneten Ablauf des Schulalltags durch Missachtung der Gesprächsregeln, Verspätung, Nichteinhaltung der Klassenregeln, Unordnung im Schulgebäude

Wir reagieren konsequent und zeitnah und als Kollegium einheitlich. Wichtigste Maßnahme zur Unterbindung von unerwünschtem Verhalten ist die zeitnahe Kommunikation mit dem Kind und ggf. eine Maßnahme, die mit dem Verhalten im Zusammenhang steht und angemessen ist. Wenn möglich soll das Prinzip der Wiedergutmachung hierbei im Mittelpunkt stehen.

Wiederholtes unerwünschtes Verhalten erfordert die konsequente und lösungsorientierte Kommunikation mit den Eltern des jeweiligen Kindes. Die Eltern werden bei gravierendem unerwünschten Verhalten schriftlich benachrichtigt ( Eltern unterschreiben und geben die Nachricht zurück ).

Wir legen Wert auf die konsequente Protokollierung der jeweiligen Vorfälle und die Sammlung der Protokolle.